Hundetrainer....Züchter....Menschen
- Gabi Lindemann

- vor 12 Stunden
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Aktualisiert: vor 37 Minuten
Mein Weg zur inneren Ruhe

Hunde mit einer Persönlichkeit, die sich nicht in ein gewünschtes Verhalten "formen" lassen.
Sie teilen sich mit, immer wieder, es ist ihnen wichtig, das man sie versteht.
Warum haben Hunde Fragen, die sie immer wieder stellen?
Ein Bild von Lina, welches jahrelang auf der Fensterbank stand, ich habe es ein bisschen entstaubt, ich habe es nie weggeschmissen, es hat überlebt, es war immer da. 7 Jahre ist es ungefähr her. Diesen Menschen, den sie anschaut, während sie vor mir sitzt ist tiefgründig eingefangen.
Dieser Hund hat immer mehr gewusst als ich. Sie kann aus einer Erwartungshaltung ein ultraschnelles Platz, sichere Ablage, cooles Fuß laufen und so viel mehr.
Sowas habe ich auch mal gemacht, ((((
Aber da war noch so viel mehr, was ich nicht gewusst und auch nicht verstanden habe.

Ich gehöre zu den Mesnchen, die sich intensiv mit einem Thema beschäftigen, welches sie richtig interessiert. Vielleicht bin wirklich ich ein kleiner Freak;)))

Grosse Leidenschaft bedeutet mir die Zucht von Mini American Shepherds, ich mag diesen Hundetyp, ich erlebe Hunde in der Gruppe, als soziale Gemeinschaft mit Welpen.
Da bin ich klar und sehe den Hund als soziales Lebewesen, als Ansprechpartner, der auch klar in seiner Kommunikation ist und diese leben darf. Als Züchter bin ich im Verein eher der Aussenseiter. Meine Hunde sind im Zuchtbuch eingetragen, erfüllen die Anforderungen.
Mein Interesse liegt nicht an Ausstellungen, Erfolge sind für mich nicht von Bedeutung, es geht mir um den Hund selbst, mit dem ich gerne zusammenleben möchte. Erfolge, Leistung, Anerkennung hat für mich einen Beigeschmack, welchen ich in einem anderen Lebensabschnitt erfahren durfte.
Dann gibt es noch das Thema Hundetrainer.
Meine Erfahrungen reichen über 30 Jahre Mehrhundehaltung, gelebt und es gehörte dazu.
Vor ein paar Jahren habe ich meine Prüfung zum Hundetrainer nach den Richtlinien der Tierärztekammer Schleswig Holstein bestanden. Davor habe ich mich mit viel Wissen zugeschüttet, so nenne ich das mal. In dieser Zeit bin ich zum ersten mal mit theoretischem Wissen konfrontiert. Absolut schwer habe ich mich mit den Hintergründen der Konditionierung getan, es war mir fremd. Aber ich bin drangeblieben, um es zu verstehen, ich wollte wirklich alles verstehen und habe auch noch Monate rangehangen, um schwierige Hunde zu erleben, die Schicksale mit ihren Menschen hinter sich haben, die nicht mehr in unsere Gesellschaft passen, sie werden dann als Verhaltensauffällig stigmatisiert.
Diese beiden grossen Themen haben alles an Vita, was Vorzeigefähig ist, um daraus mehr zu machen.

Doch irgendwie habe ich es nicht wirklich gelebt, das auch nach Aussen zu bringen.
Es ist alles da, es wäre machbar und einfacher, einen Weg zu gehen, den ich klassisch über Erfolg und Leistung aufgebaut habe.
Doch dann kam das Jahr 2025, welches mich komplett aus allem rausgerissen hat.
Ich realisiere, das ich anders bin. Oft habe ich mich gefragt, warum ich nicht so anpassungsfähig bin, das ich mich einem Verein unterordne und es auch lebe.
Warum kann ich mich nicht als Hundetrainer so darstellen, das ich es lebe?
Mein Leben ist so aufgedröselt, das mir das Wort Konditionierung eine Bedeutung gegeben hat, die ich theoretisch nie erfassen konnte. In diesem Wort erfahre ich mein Leben, was es bedeutet, konditioniert zu sein. Ja, es hat mir schon Angst gemacht, große Angst.
Erst jetzt kann ich Klarheit zu mir selbst und den Hunden finden, die Realität bewusst machen und dadurch die eigene Wahrnehmung neu erleben. Es ist ein Prozess, der nie endet.
Das ich immer wieder aus einem System ausbreche, eigentlich alles top ist, keinen Grund dafür gibt, bekomme ich es nicht umgesetzt, das ich unauffällig mitlaufe.
Das sagt viel über mich als Mensch aus, es gehört Mut dazu, es anzunehmen.
Es entsteht durch die intensive Zeit, eher eine emotionale Höllenfahrt, der letzten Monate, ein Mehrwert, was das Thema HUND angeht. Ich möchte keinen Erfolg durch Leistung, ich möchte keine Anerkennung/ Dazugehörigkeit durch Erfolge, die ich nicht spüren kann.
Ich möchte jeden Leben lassen, so wie er es möchte, Hundetrainer, Züchter oder oder.
Ich möchte ANDERS sein, ich möchte mit Hunden leben, ich möchte Menschen eine Möglichkeit geben, die gefestigten Ansichten, Erfahrungen bei Seite zu legen, um daraus ihre Hunde und sich selbst neu zu erleben.
Es ist mein Weg, der nicht beschildert ist, ich weiss nicht was mich erwartet.




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