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Believe in YOURSELF

  • Autorenbild: Gabi Lindemann
    Gabi Lindemann
  • vor 5 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Wir verlassen die ZüchterWelt



Es wird für mich klarer, wer ich bin. Ich lebe in dieser Welt seit vielen Jahren und habe mir die letzten Tage selber die Frage gestellt, wie ich da rein gerutscht bin? Warum fühle ich mich in dieser Gruppe nicht wohl? Es ist nach aussen alles richtig gut, bin einem Verein beigetreten, der in der Öffentlichkeit sehr viel Präsenz und Anerkennung hat.




Wie habe ich mich dabei erfahren, die Entwicklung dieser jungen Rasse unter einem Verein zu erleben.

Der Miniature Australian Shepherd wurde zum Miniature American Shepherd. Es gibt diesen Hundetyp/Rasse offiziell in Deutschland und können sie "weiterzüchten", wir können uns ausleben, wenn wir uns an die Regularien halten und uns diesen unterwerfen, schon schräg dieses Wort. Wir leben in einer Gesellschaft, wo sich Menschen zusammenschliessen, um dort ihren Platz zu finden, vielleicht auch, um gesehen zu werden.

Ja, das wird man, wenn der Abgleich stimmig ist, als Mitglied, welches sich anpassst. Aber unter welchen Bedingungen? Wie schauen die sozialen Dynamiken in einem Verein aus? Es wird ein Ziel vorgeschrieben, es werden die Anforderungen erfüllt. Wie sieht die Kommunikation in einer Gruppe aus? Ein Züchter bekommt hierüber die Möglichkeit, sich zu zeigen, wer er ist, wer sein Hund ist, was er hat, was er kann. Er kann sich in Konkurrenz zeigen, um sich von anderen abzuheben, vielleicht auch, um dazu gehören zu wollen.



Dieser Ablauf ist mir durch die Reitponyzucht bekannt, es geht um gesehen werden, um Erfolg, ein Zuchtziel zu erreichen und sich mit anderen in Konkurrenz zu stellen, um sich in der Leistung zu bestätigen. Mein Leben hat sich über Jahre so gezeigt, aber es war immer etwas in mir, eine Wahrnehmung, die sich anders anfühlte, diese habe ich in mir behalten, sie durfte nicht sein.



Wir spielen ein bisschen Gott, wir versuchen das Beste, um dieses Ziel, ein Lebewesen in eine gewisse Form zu kreieren. Wir berufen uns dabei auf Vorgaben, die von Menschen dieser Gemeinschaft geschrieben sind. Wir haben den Wunsch besser zu werden. Doch was passiert, wenn wir immer besser werden wollen? Es wird immer etwas besser sein. Vergessen wir, wo wir jetzt stehen? Können wir das überhaupt wahrnehmen? Ein Hund ohne Championtitel, ohne Erfolge im Hundesport, wer ist dieser Hund dann, welche Bedeutung hat er dann für uns? Wie nehmen wir ihn wahr? Wie nehmen wir uns dann wahr? Ein Hund ist ein soziales Lebewesen, der wunderbar mit uns Menschen zusammenleben kann. In seiner Einfachheit, genau so, wie die Natur es vorgesehen hat. Er kann sich anpassen, seinen Platz finden, um als Hund am Familienleben teilhaben zu können. Der Miniature Australien Shepherd auf dem Weg zur Rasse, war vielfältig, ein Hund, der eine gute Fitness mitbrachte, gute Körperfunktionen in unterschiedlicher Optik und genetischen Veranlagung. Heute sehe ich diese Hunde beschrieben, als Sporthunde, Showhunde, Therapiehunde oder als Arbeitshunde. Sie werden stigmatisiert, werden für bestimmte Aufgaben gezüchtet und als Rasse dargestellt, das sie so sind. Vergessen wir dabei, das es sich um ein soziales Lebewesen handelt?Welches sich sozial erleben und austauschen möchte, sich mit seiner Umwelt bewusst auseinander setzen muss, damit er sich in unserem Leben zurecht findet?



Ich habe lange gebraucht, um klarer zu werden, zu mir zu stehen und diese Welt zu verlassen. Unter der Oberfläche , da wird es ehrlicher.

Dort kommt man in den Austausch, da kommen wir zum Hund, zum sozialen Lebewesen, welches als solches gesehen werden möchte. Es wird vielleicht einen Wurf mit einer meiner Hunde geben, wenn es sich ergibt. Eine kleine Vision, die sich für mich stimmig anfühlt, wie Welpen aufwachsen, wie die Menschen daran teilnehmen können, wie lange sie im Rudel laufen, wie sie ins Leben kommen, ohne Training, ohne ToDo Liste, ohne Leinenführigkeit oder den klassischen Rückruf. Es wird nicht weniger, es wird mehr, es ist eine Lebenseinstellung, die ich mit Hunden leben möchte.



Believe in YOURSELF

@GabiLindemann

 
 
 

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